
The Electric State – Netflix’ Totalschaden in 4K
Dieser Film ist kein Unfall – er ist eine Massenkarambolage in Zeitlupe. Und du bist gezwungen, jede Sekunde davon anzuschauen, wenn du den Fehler machst, Play zu drücken. The Electric State ist das Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn Studios der KI und den Marketing-Algorithmen mehr vertrauen als Menschen mit Ahnung von Kino. Die Russo Brothers, die Marvel noch irgendwie gerettet haben, zerlegen hier nicht nur eine interessante Vorlage, sondern auch dein Vertrauen in alles, was Netflix je produziert hat.
Von einem betrunkenen Praktikanten zusammenkopiert
Die sogenannte Story fühlt sich an, als hätte jemand auf „Shuffle“ gedrückt – ein alternativer 90er-Jahre-Roadtrip mit Robotern, der sich selbst viel zu ernst nimmt, während er in jedem Moment implodiert. Michelle, die Protagonistin, hat ein Ziel? Vielleicht. Eine Entwicklung? Nope. Emotionale Tiefe? Fehlanzeige. Stattdessen bekommst du Dialoge, die klingen, als hätte man Midjourney gebeten, ein Drehbuch zu schreiben – auf Grundlage der langweiligsten Sci-Fi-Klischees der letzten 20 Jahre. Jeder Szene fehlt die Verbindung zur nächsten. Keine Struktur, kein Spannungsbogen – nur ein langes, zähes „Warum zum Teufel soll mich das interessieren?“
Charaktere – so leer wie das Netflix-Originalitätsbudget
Millie Bobby Brown hat hier die Ausstrahlung einer müden Kartoffel. Jede Emotion? Halbgar serviert. Jeder Dialog? Mechanisch runtergerattert. Und Chris Pratt? War der überhaupt am Set? Oder hat man einfach alte Aufnahmen zusammengeschnitten? Sein Keats ist eine Karikatur eines Charakters, wie aus einem Parodie-Trailer. Der Rest? Totalausfall. Stanley Tucci und Giancarlo Esposito? Verschwendet. Anthony Mackie und Woody Harrelson? Stimmen aus dem Off, so belanglos, dass selbst Siri mehr Charakter hat.
Hübsch, steril, leblos
Klar, die CGI ist nicht billig. Aber teuer heißt nicht gut. Alles sieht nach Hochglanz-Renderfarm aus, aber nichts fühlt sich echt an. Stålenhags grandiose, melancholische Bilder? Ersetzt durch seelenloses Rendering-Gewichse. Jede Szene schreit: „Guck mal, wie viel Geld wir hatten!“ Und gleichzeitig: „Aber keinen Plan, wie man Atmosphäre erzeugt.“ Das ist keine Hommage, das ist ein Verrat am Original. Jeder Kameraschwenk wirkt wie aus dem Blender-Tutorial für Anfänger. Licht? Tot. Bildkomposition? Existiert nicht.
Ein schlechter Radiosender auf Dauerschleife
Stell dir vor, jemand mixt die 90er in eine Playlist – aber nimmt nur die Songs, die schon damals keiner hören wollte. So klingt das. Dazu Soundeffekte, die entweder überproduziert oder völlig deplatziert wirken. Emotionen? Untergraben. Spannung? Kaputtgepatcht. Und wenn mal Stille herrscht, ist selbst die leer. Kein Sounddesign, keine Musik schafft es, auch nur ansatzweise Atmosphäre zu erzeugen. Es ist, als ob du in einer 320-Millionen-Dollar-Schüssel Pudding erstickst – und jemand schreit dir dabei „Nostalgie!“ ins Ohr.
Flach wie eine Netflix-Startseite
Technologie, Menschlichkeit, Freiheit – alles nur Buzzwords, die durch die Luft geworfen werden wie Konfetti bei einer Beerdigung. Statt echter Reflexion bekommst du Pseudophilosophie auf Glückskeks-Niveau. Nichts wird ausgelotet, nichts entwickelt sich. Statt Fragen zu stellen, kriegst du Antworten auf Probleme, die nie existierten. Die Russos wollen Deepness liefern, aber enden irgendwo zwischen TED-Talk und Google Translate. Es ist, als ob jemand „Black Mirror“ gesehen hat und dachte: „Cool, das machen wir auch – nur dümmer.“
Ein Frankenstein-Monster aus schlechten Ideen
Willst du eine Mischung aus Ready Player One, Transformers, Blade Runner und einem schlechten Musikvideo? Hier ist sie. Nur ohne den Charme. Ohne die Intelligenz. Ohne den Witz. Es ist der Versuch, alles auf einmal zu sein – und dabei alles zu verlieren. Jeder Moment schreit: „Schon mal irgendwo besser gesehen.“ Und ja, hast du. In jedem zweiten Sci-Fi-Film der letzten zwei Jahrzehnte – nur dort wenigstens mit ein bisschen Verstand.
Totentanz mit bekannten Gesichtern
Millie Bobby Brown? Komplett fehlbesetzt. Chris Pratt? So müde, er hätte auch eine animierte Gabel spielen können. Und die Nebenrollen? Verschwendetes Talent en masse. Jeder einzelne Schauspieler wurde offenbar gezwungen, so wenig wie möglich zu leisten. Die Dialoge klingen, als ob sie mit vorgehaltener Pistole eingesprochen wurden. Kein Moment wirkt ehrlich. Nichts fühlt sich lebendig an. Das ist kein Schauspiel – das ist kreatives Siechtum.
Regie und Drehbuch – alles verloren
Anthony und Joe Russo haben hier eindrucksvoll bewiesen, dass Erfolg bei Marvel nichts mit echtem Können zu tun hat. Die Regie ist so seelenlos wie das letzte Algorithmus-generierte Netflix-Banner. Markus und McFeely haben ein Drehbuch abgeliefert, das nicht nur schlecht ist – es beleidigt dich beim Zuschauen. Jeder Plotpunkt ist vorhersehbar, jede Wendung ein schlechter Witz. Es ist, als wollten sie beweisen, wie man gute Ideen möglichst effizient ruiniert.
Eine filmische Beleidigung
The Electric State ist kein Film. Es ist ein Werbespot für den kreativen Bankrott. Eine leere Hülle voller bedeutungsloser Szenen, seelenloser Effekte und emotionsloser Performances. Ein Produkt, das keine Seele, kein Herz und vor allem kein Recht hat, zu existieren. Es ist der filmische Gegenentwurf zu allem, was Kino bedeuten kann. Kritiker nennen es einen Totalschaden – ich nenne es einen persönlichen Affront.
Du willst gute Sci-Fi? Schau was anderes. Du willst echtes Gefühl? Lies ein Rezept. Du willst visuelle Tiefe? Öffne ein Bilderbuch. Aber dieses Ding hier? Meide es wie die Pest. Nein, wie ein bewusst freigesetztes Virus, das die Lust am Kino tötet.
Ein Monument des Scheiterns. Und der perfekte Beweis, dass man Talent, Geld und Quelle in den Mixer werfen kann – und trotzdem nichts Essbares rauskommt. Danke, Netflix, für diesen kreativen Tiefpunkt. Ich hab selten etwas so Lustloses, Überproduziertes und gleichzeitig so Unerträgliches gesehen. Bravo. Nicht.